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Performance, Lyrik und Sound

Eine Zeit in der Hölle / Une saison en enfer

Mit: Matthias Wiebalck (Stimme), Heinrich Römisch (Bass, Sounds)


Eine zeit in der Hölle (A. Rimbaud)Eine zeit in der Hölle (A. Rimbaud)
Das Stück beschreibt in Tagebuchform eine Art metaphysische Reise des jungen Poeten, eine Mischung aus Rückschau, Selbstgespräch, Selbstanklage, Reflexion, Beichte mit vielen existentiellen Exkursen.

Arthur Rimbaud hat auf der Suche nach seiner menschlichen, künstlerischen, und religiösen Identität und nach seinem wahren Selbst, eine Rückschau betrieben und Vision entwickelt.   

Matthias Wiebalck beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Texten und mit dem Leben Rimbauds und hat das Programm "Eine Zeit in der Hölle" in dieser Zeitspanne entwickelt. Die musikalische Vertonung basiert auf meinem Entwurf aus dem Jahr 2007 als ich die vielschichtige Interpretation der Texte, sowie den sehr ausdrucksstarken Vortrag von Matthias gehört habe.

Wichtig war für mich das meine Vertonung auf unaufdringliche Weise zu individuellen Interpretation animiert, eigenen Blickwinckel proviziert und Platz für Fantasie läßt.

 

"Ich! ich, der sich Magier oder Engel genannt hat, losgesagt von jeder Moral, ich bin der Erde zurückgegeben, eine Pflicht zu suchen und die rauhe Wirklichkeit zu umarmen!"                              A. Rimbaud aus Une Saison en Enfer

 

Mehr Info:

 > Eine-Zeit-in-der-Holle.pdf  

 > Als Hörbuch-CD auf Anfrage:  Kontakt  

 

 


 

Musikalische Meditationsandacht

DesiderataLebensregel von Baltimore

Krzysztof Zgraja (Flöten, Keyboards) Heinrich Römisch (Kontrabass, Bassgitarre) Harald Welge (Lesung)


Desiderata, auch als Lebensregel von Baltimore bezeichnet, ist ein berühmter Text zum Thema „So führst du ein glückliches Leben“. Es wurde 1927 von Max Ehrmann (1872–1945), einem deutschstämmigen Rechtsanwalt aus Terre Haute, USA, verfasst.

DesiderataDesiderata

Dieser Text in Verbindung mit romanischen Kirchen diente als Inspiration für den polnischen Flötisten und Komponisten Krzysztof Zgraja dazu, eine Hommage an die “Inseln der Ruhe” zu schreiben. Ursprünglich für Flöte und Vibraphon konzipiert, erklingt Desidarata in ihrer aktuellen Fassung mit verschiedenen Flöten und Klang-, sowie Tasteninstrumenten, erweitert durch den tiefen Sound eines Kontrabasses und der rezitativen Farbe einer menschlichen Stimme.

Großen Raum in dem Werk erhält die Spontanität der Improvisation. Zgrajas Tonsprache erschließt sich auf elementare Weise, Momente meditativer Ruhe wechseln mit dynamischen, expressiven Phasen, motivische Strukturen werden aus Tonkombinationen entwickelt. Musik und Text gehen in Verbindung mit der Atmosphäre der Kircheninnenräume, vermitteln Besinnlichkeit, eröffnen neue Wahrnehmung.

Bisher wurde das Werk in dieser Form fast nur in romanischen Kirchen aufgeführt, nicht zuletzt als Liebeserklärung an den romanischen Baustil.

 

DESIDERATA Live vom 22.03.2015 aus der Zwiebelturmkirche in Timmerlah:

 > DESIDERATA.mp3  

 > DESIDERATA-INFO.pdf 

 


 

Szenische Lesung und Musik

Hic Fuit – Eine Hommage an Eulenspiegel

Mit: Lorenz Däubler (Sax, Flöte), Heinrich Römisch (Bass, Sounds) und Tilman Thiemig (szenische Lesung)


HIC FUIT präsentiert das Leben Eulenspiegels in einer Collage von Jazz- konzert und szenischer Lesung als Wanderschaft durch Welten und Zeiten. HIC FUIT macht sich auf den Weg, folgt den Spuren der Narrenfigur durch Literaturen und Musiken, Okzident und Orient, und lässt spürbar werden, wie lebendig, toll wie kühn Till bis heute ist. A FOOL´S COMING HOME!

Hic Fuit - eine Hommage an EulenspiegelHic Fuit - eine Hommage an Eulenspiegel

 HIC FUIT - Plakat (Wollmännchen von Emma)

 


 

Lesung mit Musik

Spinnenwege aus den Aufzeichnungen von S.W.

Eine Lesung von und mit Tilman Thiemig, Claudia Sonntag (Stimme & Keyboards) auf einem Klanggewebe von Heinrich Römisch und Marcel Reginatto


Damals, in den 60er Jahren war S. für mich wie für die meisten von uns in der Siedlung und auf der Schule nur der "Idiot". Ein typischer Außenseiter, Verstörter, der eines Tages verschwunden war. Es kursierten verschiedene Gerüchte. Doch dann entdeckte ich durch einen sonderbaren Zufall seine Tagebücher aus jenen Zeiten und mir wurde klar ...

Spinnenwege mit T. Thiemig, M. Reginatto und H. RömischSpinnenwege mit T. Thiemig, M. Reginatto und H. Römisch

 SPINNENWEGE von und mit: Tilman Thiemig, Marcel Reginatto und Heinrich Römisch


Weitere Projekte mit Tilman Thiemig:

 > INFO_LITERATUR_ERLEBEN.pdf  

Pressestimmen zu vergangenen Projekten mit Tiilman Thiemig:

 > PRESSE_LITERATUR_ERLEBEN.pdf  

 


 

 


Januar mit Bill Evans

An dieser Stelle möchte ich laufend das jeweils aktuelle Blatt aus meinem Kalender "Triojazz in Tusche" vorstellen. Der Monat Januar ist dem Bill Evans Trio gewidmet.


 

Januar - Bill Evans Trio von Heinrich RömischJanuar - Bill Evans Trio von Heinrich Römisch

 


 

Exklusiv wird es dazu immer eine kleine musikalische Reflexion zu dem abgebildeten Trio geben. Mit dem Pianisten  Elmar Vibrans spielen wir regelmäßig das Stück "Emily", das auch stets zum Repertoire von Bill Evans gehörte. Hier unsere aktuelle Einspielung:

Emily - Elmar Vibrans und Heinrich RömischEmily - Elmar Vibrans und Heinrich Römisch

Emily | Elmar Vibrans - Piano, Heinrich Römisch - Bass

 


 

Verfasser der informativen und spannenden Textinhalte zum Kalender "Triojazz in Tusche", die sich jeweils auf den Rückseiten der Monate befinden, ist  Thomas Geese.

 

Bill Evans

Bill Evans (1929–1980) erfand das Piano-Trio im Jazz neu. Vor ihm war es eher üblich, dass Bassist und Schlagzeuger treu im Hintergrund das rhythmische Fundament für den Pianisten lieferten. Der überaus sensible, zum Melancholischen neigende Evans emanzipierte sich und seine Partner zu sich wechselseitig inspirierenden, gleichberechtigten Musikern, die ihre Kunst gemeinsam auf eine höhere Ebene transzendierten. Voraussetzung dafür war besondere instrumentale Meisterschaft, ein hohes kreatives Level und starke Empathie der Musiker. Den Maßstab hatte Evans‘ erstes Trio mit Scott LaFaro am Bass und dem Schlagzeuger Paul Motian gesetzt. Nach dem tragischen Unfalltod LaFaros im Jahr 1961 zog sich der schockierte Evans einige Zeit zurück, um dann mit verschiedenen Musikern eine neue Trio-Formation zu suchen.

Eddie Gomez

Mit Eddie Gomez (geb. 1944) fand Evans 1966 „seinen“ Bassisten, der für zehn Jahre sein Partner blieb. Der vielseitige Gomez ist ein virtuoser, unglaublich ideenreicher Musiker, der in idealer Weise auf die Pianistik seines Leaders reagieren und ihn beflügeln konnte. Nach seiner Zeit im Bill-Evans-Trio war Gomez ein gesuchter Bassist, der mit den Besten des Jazz spielte und viele Aufnahmen machte. Auch in der klassischen Musik ist er zu Hause.

Marty Morell

Marty Morell (geb. 1944) war von 1968 bis 1974 Partner von Evans und Gomez. Er ist ein Mann, dessen Spektrum von der kleinen Combo bis zur Bigband reicht. Er gehört zu den Schlagzeugern, die sehr melodisch spielen. Insofern war er ideal für Evans. Morell war in der Lage, die Ideen seiner Partner zart mit den Besen zu kommentieren, um dann mit den Sticks swingend die Band voran zu treiben. Nach seiner Zeit bei Evans arbeitete er als Studiomusiker, in Musical-Orchestern am Broadway und spielte Jazz in Kanada. Außerdem hat er an verschiedenen Universitäten unterrichtet.

Die Lücke, die Morell im Trio hinterlassen hatte, konnte Evans mit Eliot Zigmund adäquat schließen. Der Weggang von Gomez allerdings brachte größere Schwierigkeiten mit sich. Bill Evans konnte ihn erst 1978 zufriedenstellend durch Marc Johnson ersetzen. Bill Evans, zweifellos einer der bedeutendsten und einflussreichsten Pianisten des modernen Jazz, starb viel zu früh am 15. September 1980 an den Folgen seiner langjährigen Heroinsucht.

 

 Text: Thomas Geese